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Artikelnummer: 15050308
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VEREINFACHTES UMSATZSTEUERSYSTEM FÜR ELEKTRONISCHE DIENSTLEISTUNGEN AB 2015 - ZUSAMMENFASSUNG
Ab dem 1. Januar 2015 ist das Mehrwertsteuer-System für elektronische Dienstleistungen neu geregelt worden. Bisher galt für B2C-Umsätze innerhalb der EU das sog. Ursprungslandprinzip. Die Mehrwertsteuer fiel demnach in dem EU-Land an, in dem das leistende Unternehmen seinen Sitz hat. Dies hat sich ab dem 1. Januar 2015 geändert. Für elektronische Dienstleistungen also z.B. das Anbieten von Musik, eBooks und Filmen zum Download im Internet gilt in Zukunft das Bestimmungslandprinzip. Ist der Endverbraucher in Deutschland ansässig, sind solche Umsätze in Deutschland zu versteuern. Die leistenden Unternehmer sind somit grundsätzlich in Deutschland umsatzsteuerrechtlich zu erfassen. Um dem mit dem Bestimmungslandprinzip einhergehenden Mehraufwand entgegen zu wirken, können Unternehmen, die solche Leistungen bewirken, die neue Verfahrenserleichterung des mini one stop shops (= kleine einzige Anlaufstelle) in Anspruch nehmen. Ziel dieser neuen Regelung ist es für ausgewogene Wettbewerbsbedingungen und mehr Steuergerechtigkeit zu sorgen.

Quelle: JurPC Internet-Zeitschrift für Rechtsinformatik und Informationsrecht - Ausgabe vom 21.04.2015 von 21.04.2015
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