Agenturrecht / Bayern / Urheber- und Medienrecht /
Artikelnummer: 15041911
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SORGFALTSANFORDERUNGEN BEI NUTZUNG VON BILDERN IM INTERNET
Bei der Nutzung von Bildern im Internet begründet es eine den Vorwurf der Fahrlässigkeit begründende und zum Schadensersatz verpflichtende Sorgfaltspflichtverletzung, wenn der Nutzer der Bilder die Rechtekette nicht zurückverfolgt, sondern sich auf eine bloße Zusicherung verlässt, ohne sich überprüfbare Unterlagen vorlegen zu lassen. Dies hat das Oberlandesgericht München entschieden.
Allein die Berufung der Beklagten darauf, die Verkäuferin habe ihr bei der Veräußerung der Rechte zugesichert, deren Inhaber zu sein, ersetze nicht die Darlegung, auf welche Weise diese Rechte von der Verkäuferin oder deren Werbeagentur erworben worden seien. Dass die Beklagte die von ihr behauptete Rechtekette nicht zurückverfolgte, sondern sich auf die Zusicherung verließ, ohne sich überprüfbare Unterlagen vorlegen zu lassen, stelle eine Sorgfaltspflichtverletzung dar, welche den Vorwurf der Fahrlässigkeit und damit die Verpflichtung zum Schadensersatz begründet.

Quelle: Oberlandesgericht München - erhältlich in der Rechtsprechungsdatenbank JurPC von 15.01.2015
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