Niedersachsen / Strafrecht / Urheber- und Medienrecht /
Artikelnummer: 15032915
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ANKLAGE GEGEN OSNABRÜCKER HAUSARZT WEGEN HEIMLICHER FILMAUFNAHMEN VON PATIENTINNEN
Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat gegen einen Allgemeinmediziner aus Osnabrück Anklage zum Landgericht Osnabrück erhoben. Ihm wird sexueller Missbrauch unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses in 13 Fällen und die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen in insgesamt 72 Fällen vorgeworfen.
Der Arzt wird verdächtigt, von 2009 bis 2013 in 13 Fällen bei Patientinnen, die ihm aufgrund eines geistigen oder seelischen Leidens zur Beratung und Behandlung anvertraut waren, die Brust der Patientin betastet zu haben, ohne dass hierfür eine medizinische Notwendigkeit bestand. Ihm wird zudem vorgeworfen, in den 13 und in 59 weiteren Fällen die Patientinnen zunächst aufgefordert zu haben, den Oberkörper zu entblößen. Sodann soll er von ihnen während der Untersuchungen heimlich Filmaufnahmen gefertigt haben. Dazu verwendete er vermutlich einen Kugelschreiber, in dem sich eine Kamera befunden hat. Die Aufnahmen von den Untersuchungen konnten auf einem Computer des Mediziners sichergestellt werden. Die Ermittlungen gegen den Arzt wurden auf polizeilicher Seite vom 1. Fachkommissariat der Polizeiinspektion Osnabrück geführt.

Quelle: Staatsanwaltschaft Osnabrück - PM 04/15 vom 17.03.2015 von 17.03.2015
http://www.staatsanwaltschaften.niedersachsen.de/ Externer Link
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