Urheber- und Medienrecht / Verbraucherschutz /
Artikelnummer: 15021812
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JUGENDSCHUTZFILTER HALTEN NICHT SCHRITT MIT DER INTERNETENTWICKLUNG – KJM FORDERT GRÖßERE ANSTRENGUNGEN BEIM TECHNISCHEN JUGENDSCHUTZ
Stagnation lautet das Fazit des aktuellen Filtertests, den jugendschutz.net zum neunten Mal im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) durchführte und in den auch anerkannte Jugendschutzprogramme einbezogen waren. Die Programme von JusProg und Telekom zeigten zwar niedrigere Fehlerquoten als die meisten anderen Filter, die zur Ermittlung des Stands der Technik überprüft wurden, erfüllten aber noch nicht die Erwartungen der KJM. Nur bei pornografischen Websites waren die Filterquoten befriedigend, bei Gewaltdarstellungen oder Rassismus wurde jedes zweite Angebot falsch behandelt. Davon unabhängig muss die Entwicklung von Lösungen für Social-Media-Plattformen wie YouTube oder Facebook vorangetrieben werden. Bislang können diese nur komplett blockiert oder frei geschaltet werden.
Jugendschutzprogramme unterstützen Eltern dabei, für ihre Kinder je nach Altersstufe geeignete Internetangebote freizuschalten und das Risiko zu reduzieren, auf ungeeignete Inhalte zu stoßen. Die Kommission für Jugendmedienschutz hatte 2012 die ersten beiden PC-Systeme unter den Auflagen anerkannt, dass sie kontinuierlich weiterentwickelt und an den neuesten Stand der Technik angepasst werden. Außerdem sollten die Programme auf onlinefähigen Endgeräten verfügbar gemacht werden. Die Erwartungen der Kommission für Jugendmedienschutz haben sich bislang aber nicht erfüllt. Der technische Schutz hält nicht mit der Entwicklung des Internets Schritt. Programme für Smartphones und Tablets sind noch nicht zur Anerkennung vorgelegt worden.

Quelle: Kommission für Jugendmedienschutz - PM 01/2015 vom 30.01.2015 von 30.01.2015
http://www.die-medienanstalten.de Externer Link
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