Baden-Württemberg / E-Commerce / Internetrecht /
Artikelnummer: 15020113
Trennlinien
ABBRUCH EINER E-BAY INTERNETAUKTION WEGEN NACHTRÄGLICH ERKANNTEN IRRTUMS ÜBER MANGELFREIHEIT DER SACHE
Der Anbieter eines Verkaufsangebots bei ebay kann nach den im September 2013 auf der Internet-Plattform vorfindlichen Hinweisen sein Angebot unter anderem dann vorzeitig beenden, "wenn Sie feststellen, dass Sie sich beim Einstellen des Artikels geirrt haben". Dies hat das Landgericht Heidelberg entschieden.
Danach sei aus der Sicht eines vernünftigen Erklärungsempfängers auf Bieterseite die Angebotsrücknahme jedenfalls dann gestattet, wenn bei Abgabe des Angebots eine fehlerhafte Vorstellung des Anbieters über ein solches Merkmal der Kaufsache vorlag, welches ihre Gebrauchstauglichkeit nicht nur unerheblich beeinflusst und sich daher auf ihren Verkehrswert auswirkt. Das sei bei einem von dem Anbieter erst nachträglich festgestellten Sachmangel in der Form eines Schadens am Katalysator, der sich durch Leistungsabfall und ein Ruckeln des Fahrzeugs bemerkbar macht, der Fall.

Quelle: Landgericht Heidelberg - erhältlich in der Rechtsprechungsdatenbank Baden-Württemberg von 12.12.2014
http://www.justiz.baden-wuerttemberg.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben