E-Commerce / Internetrecht / Wettbewerbs- und Kartellrecht /
Artikelnummer: 15020111
Trennlinien
WIDERRUFSBELEHRUNG BEI AMAZON MARKETPLACE
Auf die Widerrufsbelehrung, die Amazon selbst per E-Mail versendet, kann sich der Marketplace-Verkäufer nicht berufen. Dies hat das Amtsgericht Mettmann entschieden. Der Amazon Marketplace-Verkäufer müsse die Belehrung selbst vornehmen. Zudem reiche es nicht aus, dass in der Belehrung Amazon als Widerrufs-Empfänger genannt wird und nicht der Verkäufer.
Eine lediglich auf die Homepage des Betreibers gestellte Widerrufsbelehrung reiche grundsätzlich nicht aus. Entscheidend sei, dass für den Verbraucher eine dauerhafte Wiedergabe möglich ist. Eine lediglich im Internet veröffentlichte Widerrufsbelehrung könnte jederzeit geändert werden und könne daher keine Rechtssicherheit leisten. Der Umstand, dass die AGB des jeweiligen Plattformbetreibers mit der Widerrufsbelehrung unter der Option „meine Bestellungen" für den Käufer abrufbar sind, spiele dabei keine Rolle. Auf die Widerrufsbelehrung, die Amazon selbst per E-Mail versendet, könne sich der Marketplace-Verkäufer nicht berufen. Der Amazon Marketplace-Verkäufer müsse die Belehrung selbst vornehmen. Zudem reichte es nicht aus, dass in der Belehrung Amazon als Widerrufs-Empfänger genannt wird und nicht der Verkäufer.

Quelle: Amtsgericht Mettmann - erhältlich in der Rechtsprechungsdatenbank JurPC von 06.08.2014
http://www.jurpc.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben