Urheber- und Medienrecht /
Artikelnummer: 14120730
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BARRIEREFREIHEIT IM PRIVATEN FERNSEHEN – ZIELE NOCH NICHT ERREICHT
Besonders die RTL-Mediengruppe engagiert sich nach wie vor zu wenig für den Ausbau ihres barrierefreien Programms. Dies hat die Gesamtkonferenz der Medienanstalten kritisiert.
Vorangegangen war die Forderung der Gesamtkonferenz (GK) an die Sendergruppen, mindestens eine Sendung pro Abend in einem Sender ihres Unternehmens mit speziellen Untertiteln für Hörgeschädigte anzubieten. Im Sommer 2013 wurde im Rahmen eines Monitorings erstmals erhoben, in welchem Umfang die beiden Sendergruppen untertitelte Angebote im Programm haben. Das Monitoring war im Sommer dieses Jahres fortgesetzt worden. Die aktuellen Ergebnisse des Jahres 2014 machen deutlich, dass in den Programmen der RTL-Mediengruppe Sendungen mit Untertiteln speziell für Hörgeschädigte auf festen Programmplätzen weiterhin nicht ausgestrahlt werden. Auch bezogen auf Sendungen mit einfachen Untertiteln ist der Anteil wesentlich geringer als bei der Sendergruppe ProSiebenSat.1, die ihre barrierefreien Angebote im Vergleich zum ersten Monitoring nochmals deutlich ausgebaut hat. Seit Ende 2013 erfüllt ProSiebenSat.1 damit die Forderung der Gesamtkonferenz. Im nächsten Ausbauschritt will die Sendergruppe nach eigenen Angaben auch an Lösungen für die Untertitelung von Live-Sendungen arbeiten.

Quelle: Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten - PM 13/2014 vom 19.11.2014 von 19.11.2014
http://www.die-medienanstalten.de/ Externer Link
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