Bau- und Architektenrecht / Schleswig-Holstein / Verwaltungsrecht /
Artikelnummer: 14120710
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VERWALTUNGSGERICHT VERHANDELT ÜBER BAUVORHABEN 'MARTIUS-TERRASSEN' IN KIEL
Das Verwaltungsgericht Schleswig wird in drei baurechtlichen Verfahren über die Zulässigkeit eines umstrittenen Vorhabens im Kieler Stadtteil Düsternbrook entscheiden.
Es geht um ein Wohnbauprojekt am Düsternbrooker Weg in Kiel. Dort sollen nach dem Abriss einer alten Stadtvilla aus dem 19. Jahrhundert mehrere über eine unterirdische Tiefgarage miteinander verbundene Baukörper mit insgesamt 16 Wohneinheiten errichtet werden. Der Kläger ist Eigentümer eines benachbarten Grundstücks und macht geltend, das Vorhaben füge sich wegen seiner Massivität nicht in die nähere Umgebung ein und sei ihm gegenüber rücksichtslos. Darüber hinaus führt der Kläger naturschutzrechtliche und denkmalrechtliche Bedenken gegen das Vorhaben an. Das Verwaltungsgericht hat sich bereits in einem Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes mit dem Vorhaben beschäftigt. Ein Antrag des Klägers auf Erlass einer einstweiligen Anordnungen mit dem Ziel, den Abriss der nach seiner Ansicht denkmalwerten Stadtvilla vorläufig zu untersagen, wurde mangels Antragsbefugnis abgelehnt. Das Gericht hat im Wesentlichen ausgeführt, dass sich der klagenden Nachbar zur Verhinderung des Abrisses des Gebäudes nicht auf denkmalrechtliche Aspekte berufen könne, da diese grundsätzlich nur dem öffentlichen Interesse dienten.

Quelle: Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein - PM vom 12.11.2014 von 25.11.2014
http://www.schleswig-holstein.de/OVG/ Externer Link
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