Bau- und Architektenrecht / Rheinland-Pfalz / Verwaltungsrecht /
Artikelnummer: 14112322
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BAULÜCKE IN DER PETRUSSTRAßE DARF GRENZSTÄNDIG BEBAUT WERDEN
Die für das gegenüber der Sparkasse gelegene Grundstück in der Petrusstraße erteilte Baugenehmigung zur Errichtung eines Wohnhauses mit Gewerbe verstößt nicht gegen nachbarschützende Vorschriften und kann daher sofort vollzogen werden. Dies hat das Verwaltungsgericht Trier entschieden.
Der Entscheidung lag der auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes gerichtete Antrag eines dem geplanten Vorhaben benachbarten Grundstückseigentümers zugrunde, der die Verletzung nachbarschützender Vorschriften durch die Verwirklichung des beabsichtigen Vorhabens rügte und das Vorhaben, welches mit 5 Vollgeschossen und 2 zurückversetzten Staffelgeschossen verwirklicht werden darf, insbesondere für rücksichtslos hielt. Eine Verletzung subjektiv-öffentlicher Rechte schlossen die Richter jedoch aus. Sie führten an, das bauplanungsrechtliche Gebot der Rücksichtnahme werde im vorliegenden Fall nicht tangiert, da das beabsichtige Vorhaben wegen der gestaffelten Höhe weder aufgrund der Ausgestaltung eine erdrückende Wirkung habe noch eine unzumutbare Beeinträchtigung von Belichtung und Belüftung oder eine eklatante Störung der Privatheit ersichtlich sei. Auch sei keine Verletzung nachbarschützender bauordnungsrechtlicher Normen erkennbar. Die bei der Beurteilung der maßgeblichen Umgebung vorhandene Bebauung der Petrusstraße im Bereich zwischen Porta-Nigra-Platz und Maximinstraße weise eine weitgehend durchgängig geschlossene Bebauung auf. Wegen dieser Vorgaben müsse auch das geplante Vorhaben ohne Einhaltung eines Grenzabstandes errichtet werden.

Quelle: Verwaltungsgericht Trier - PM 29/2014 vom 21.11.2014 von 13.11.2014
http://www.mjv.rlp.de/Gerichte/Fachgerichte/Verwaltungsgerichte/VG-Trier/ Externer Link
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