Energierecht / Insolvenzrecht & Zwangsvollstreckung / Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 14092825
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ZIVILKLAGE IM ZUSAMMENHANG MIT SOLARANLAGEN-STRAFPROZESS
Das Landgericht Osnabrück verhandelt derzeit die Zivilklage einer in Wien ansässigen Firma aus dem Bereich der Solarenergie gegen zwei Beklagte aus Osnabrück und München.
Die Klägerin verlangt von den Beklagten die Rückzahlung eines Betrages von 365.000,- €, den sie als Anzahlung auf ein Geschäft mit einer mittlerweile insolventen Firma geleistet habe, um einen Solarpark in Italien zu erwerben. An der Geschäftsführung der damaligen Vertragspartnerin und dem Vertragsabschluss seien die jetzigen Beklagten maßgeblich beteiligt gewesen, weshalb sie auch auf Rückzahlung der geleisteten Anzahlung haften müssten. Zu einer Übereignung des Solarparks sei es nie gekommen. Im Gegenteil seien mit der Anzahlung offenbar anderweitige Geschäfte finanziert worden und sei der Solarpark in Italien anderweitig veräußert worden. Wegen des Vorwurfs des bandenmäßigen Betruges mit Solaranlagen ist seit Mai diesen Jahres vor dem Landgericht Osnabrück ein Strafverfahren gegen die beiden Beklagten dieser Zivilsache und zwei weitere Angeklagte anhängig. Die Beklagten bestreiten eine deliktische Handlungsweise und ihre Verantwortung für etwaige Schäden der Klägerin.

Quelle: Landgericht Osnabrück - PM 60/14 vom 23.09.2014 von 24.09.2014
http://www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de/ Externer Link
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