Bau- und Architektenrecht /
Artikelnummer: 14090742
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HINSICHTLICH DER GENEHMIGUNGSFÄHIGKEIT DES BAUVORHABENS IST VOLLSTÄNDIG UND RICHTIG ZU BERATEN
Der mit der Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1) beauftragte Architekt hat den Besteller hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit des Bauvorhabens vollständig und richtig zu beraten. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Verletzt der Architekt diese Pflicht und erklärt sich der Besteller aus diesem Grund damit einverstanden, dass der Architekt ein anderes Gebäude als das ursprünglich gewollte plant, sei der Architekt dem Besteller zum Schadensersatz verpflichtet. Der Schaden bestehe in diesem Fall darin, dass der Besteller Aufwendungen für ein Gebäude tätigt, das er ohne die mangelhafte Planungsleistung des Architekten nicht hätte errichten lassen.
Ein Mangel der Werkleistung liege vor, wenn sie nicht die vertraglich vereinbarte Beschaffenheit aufweist. Dabei sei die Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik, sofern nicht ein anderer Standard vereinbart worden ist, als Mindeststandard geschuldet. Damit bestätigt der Bundesgerichtshof seine bisherige Rechtsprechung.

Quelle: Bundesgerichtshof von 10.07.2014
http://www.bundesgerichtshof.de/ Externer Link
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