Internetrecht / Verbraucherschutz /
Artikelnummer: 14090730
Trennlinien
TRANSPARENZ BEI VERGLEICHSPORTALEN
Vergleichsseiten und Bewertungsportale im Internet sind bei Verbraucherinnen und Verbrauchern zunehmend beliebt. Darauf weist das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hin.
Mittlerweile gibt es Portale für viele verschiedene Waren und Dienstleistungen - von Ärzten bis zu Smartphones. Besonders beliebt sind auch übergreifende Portale, auf denen fast alles bewertet und verglichen werden kann. Ob Sachinformation zu den Eigenschaften der angebotenen Waren und Dienstleistungen, Preisinformationen oder Bewertung durch andere Nutzer - Verbraucherinnen und Verbraucher können auf solchen Portalen wertvolle Informationen für ihre Entscheidungsfindung erhalten. Dass die Relevanz dieses Themas steigt, zeigt auch die zunehmende Anzahl an Rechtsstreitigkeiten über einzelne Vergleiche und Bewertungen. Beispielsweise befasst sich ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom 1. Juli 2014 mit der Frage, inwieweit Bewertungsportalbetreiber verpflichtet sind, die Nutzerdaten von anonymen Bewertungen an die jeweiligen Anbieter herauszugeben. Dies hat der Staatssekretär für Verbraucherschutz Gerd Billen zum Anlass genommen, mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Vergleichs- und Bewertungsportale zu Gesprächen über verbraucherpolitische Aspekte des Portalbetriebs einzuladen. Ziel des ersten Gesprächs über Vergleichsportale war eine gemeinsame Analyse der relevanten Problemfragen. Außerdem wurden einzelne Möglichkeiten diskutiert, mit denen die Zuverlässigkeit und Transparenz der Vergleiche erhöht werden könnten. Der Austausch mit den Betreibern der Bewertungsportale steht noch aus.

Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz - PM vom 05.09.2014 von 05.09.2014
http://www.bmjv.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben