Bau- und Architektenrecht / Miet- und Wohnungseigentumrecht /
Artikelnummer: 14083141
Trennlinien
WER KELLERRÄUME ALS WOHNRAUM ANPREIST TÄUSCHT ARGLISTIG
Die objektive Seite einer arglistigen Täuschung ist gegeben, wenn Kellerräume als Wohnraum angepriesen werden, obwohl die für eine solche Nut-zung erforderliche baurechtliche Genehmigung fehlt; nichts anderes gilt, wenn die Wohnraumnutzung zwar nicht genehmigungsbedürftig, aber anzeigepflichtig ist, damit die Baubehörde prüfen kann, ob sie ein Genehmigungs-verfahren einleitet. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Behauptet der Verkäufer, den Käufer vor Vertragsschluss über einen offenbarungspflichtigen Umstand aufgeklärt zu haben, muss der Käufer beweisen, dass die Aufklärung nicht erfolgt ist. Das gilt auch dann, wenn der Verkäufer behauptet, einen durch vorheriges aktives Tun bei dem Käufer hervorgerufenen Irrtum durch spätere Aufklärung beseitigt zu haben.

Quelle: Bundesgerichtshof von 27.06.2014
http://www.bundesgerichtshof.de/ Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben