Internetrecht / Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 14083128
Trennlinien
ERMITTLUNGSVERFAHREN DER STAATSANWALTSCHAFT OSNABRÜCK UND DER KRIMINALPOLIZEI IN CLOPPENBURG WEGEN ORGANISIERTER KRIMINALITÄT IM BEREICH DES ONLINE-BANKING
Der Staatsanwaltschaft Osnabrück (Zentralstelle zur Bekämpfung der IuK Kriminalität - Cybercrime) hat jetzt eine umfangreiche Anklage gegen acht Mitglieder einer Bande wegen gewerbsmäßigem bandenmäßigem Computerbetrug zum Landgericht Osnabrück erhoben.
Den Tätern wird vorgeworfen, im arbeitsteiligen Zusammenwirken zahlreiche Bankkonten ausgespäht und geplündert zu haben. Die Täter gingen dabei hoch professionell und international straff und hierarchisch organisiert vor. Zunächst spähten bisher unbekannt gebliebene Hacker mittels einer eigens programmierten Schad-Software die Kontozugangsdaten von Kontoinhabern aus, die das Online-Banking ihres Kreditinstitutes nutzten. Hierbei wurden gezielt Kunden ausgewählt, welche Überweisungen im mTAN-Verfahren (Versendung einer TAN an das Handy) durchführten und deren Guthaben mindestens 50.000 € betrug. Die Angeklagten kauften diese Daten von den Hackern an und nutzten nach betrügerischem Erlangen einer zweiten SIM-Karte diese Daten für betrügerische Überweisungen auf Konten von Geldwäschern. Die einzelnen Opfer erlitten ganz erhebliche und für sie selbst gravierende Schäden, weil große Teile ihrer Lebensersparnisse erbeutet wurden. Insgesamt beträgt der Schaden mindestens 1,3 Millionen €. Das Landgericht hat die Anklage bereits zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet.

Quelle: Staatsanwaltschaft Osnabrück - PM vom 28.08.2014 von 17.09.2014
http://www.staatsanwaltschaft-osnabrueck.niedersachsen.de/ Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben