Sachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 14083125
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STRAFVERHANDLUNG WEGEN GEMEINSCHAFTLICHER SCHWERER RÄUBERISCHER ERPRESSUNG IN BERNSDORF
Einem 26- und einem 22-jährigen jungen Mann wirft die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Görlitz vor, gemeinschaftlich mit anderen eine schwere räuberische Erpressung begangen zu haben.
Ein anderweitig Verfolgter habe telefonisch 10 Pizzen in Kamenz bei einem Pizza Service bestellt, die nach Bernsdorf geliefert werden sollten. Die beiden Angeklagten hätten sich ebenso wie vier weitere Personen nach Bernsdorf zum Grete-Weiser-Haus begeben, wo sie die Lieferung erwarten. Im alkoholisierten Zustand hätte der 26-jährige Angeklagte einen Birkenast in der Absicht bereit gelegt, mit diesem den Lieferanten zu schlagen, um die Pizzen ohne Bezahlung zu beschaffen. Zwei der Anwesenden habe der Angeklagte bedroht, damit alle schweigen würden. Als der Lieferant die Pizzen aus dem Kofferraum seines Fahrzeugs nehmen wollte, schlug der 26-jährige Angeklagte mit dem Ast den Lieferanten, der dabei zu Fall kam. Dieser habe aufstehen können. Danach sei es zu einem Gerangel gekommen, bei dem der Angeklagte verletzt worden sein soll. Der jüngere der beiden Angeklagten sei dann dazwischen gegangen und hätte den Lieferanten zur Aushändigung der Ware aufgefordert, dem dieser auch nachkam. Nachdem der Lieferant dem 22-jährigen Angeklagten auf dessen Forderung seine Anschrift aushändigte, durfte er den Ort mit dem PKW verlassen. Der Lieferant erlitt Schürfungen und Prellungen. Er war nahezu 2 Monate krank geschrieben. Er habe unter den psychischen Folgen der Tat gelitten und würde auch noch darunter leiden. Der 26-jährige Angeklagte ist dreifach vorbestraft, der 22-jährige hat eine Eintragung im Bundeszentralregister. Beide äußern sich zur Tat.

Quelle: Landgericht Görlitz - PM 29/2014 von 16.09.2014
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