Miet- und Wohnungseigentumrecht / Niedersachsen /
Artikelnummer: 14062914
Trennlinien
LANDGERICHT DÜSSELDORF BESTÄTIGT RÄUMUNGSURTEIL GEGEN RAUCHENDEN MIETER FRIEDHELM A.
Das Landgericht Düsseldorf hat die Berufung des Mieters Friedhelm A. gegen das Räumungsurteil des Amtsgerichts Düsseldorf zurückgewiesen. Damit muss Friedhelm A. bis zum 31. Dezember 2014 aus seiner Wohnung ausgezogen sein.
Dass ein Mieter in seiner Wohnung raucht, stelle für sich genommen kein vertragswidriges Verhalten dar und könne dementsprechend weder eine fristlose noch eine ordentliche Kündigung rechtfertigen. Der schwerwiegende Pflichtverstoß liege im Fall des Friedhelm A. jedoch darin, dass dieser keine Maßnahmen getroffen habe, um zu verhindern, dass Zigarettenrauch in den Hausflur zieht. Er habe die Geruchsbelästigung sogar noch gefördert, indem er seine Wohnung unzureichend gelüftet und seine zahlreichen Aschenbecher nicht geleert habe. Die Richter waren nach der Beweisaufnahme schließlich auch davon überzeugt, dass die Vermieterin Friedhelm A. mündlich im Jahr 2012 mehrfach wirksam abgemahnt hat. Bei der Bemessung der langen Räumungsfrist hat das Gericht berücksichtigt, dass der Beklagte bereits seit ca. 40 Jahren in der Wohnung lebt. Die auf Räumung der Wohnung klagende Vermieterin kündigte das Mietverhältnis, nachdem sich Hausbewohner über die vom Rauchen des Mieters ausgehende Geruchsbelästigung beschwert hatten. Das Amtsgericht hat der Klage stattgegeben. Dem hat sich das Landgericht im Ergebnis angeschlossen.

Quelle: Landgericht Düsseldorf - PM 27/2014 vom 26.06.2014 von 26.06.2014
http://www.lg-duesseldorf.nrw.de/ Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben