Bau- und Architektenrecht / Miet- und Wohnungseigentumrecht /
Artikelnummer: 14061531
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NUTZUNGSAUSFALLENTSCHÄDIGUNG WEGEN VORENTHALTENS VON WOHNRAUM
Steht dem Besteller während des Verzugs des Unternehmers mit der Fertigstellung eines Hauses kein dem herzustellenden Wohnraum in etwa gleichwertiger Wohnraum zur Verfügung, kann ihm eine Nutzungsausfallentschädigung zustehen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Ein Vermögensschaden sei dann anzunehmen, wenn sich der Umstand, dass die Nutzung eines herzustellenden Hauses vorenthalten wird, signifikant auf die eigenwirtschaftliche Lebenshaltung des Bestellers auswirkt, wobei ein strenger Maßstab anzulegen ist. Hiernach könne eine Nutzungsausfallentschädigung nicht versagt werden, wenn dem Besteller während des Verzugs lediglich Wohnraum zur Verfügung stand, der mit dem herzustellenden Wohnraum nicht vergleichbar ist, sondern eine deutlich geringere Qualität besitzt. Der Geschädigte sei in seiner zentralen Lebensführung fühlbar beeinträchtigt, wenn er nur deutlich minderwertigeren Wohnraum zur Verfügung hat, z.B. eine deutlich kleinere Wohnung.

Quelle: Bundesgerichtshof von 08.05.2014
http://www.bundesgerichtshof.de/ Externer Link
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