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Artikelnummer: 14061523
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PO­LI­ZEI­LI­CHE KRI­MI­NAL­STA­TIS­TIK 2013 VOR­GE­STELLT
Cyberkriminalität ist ein flexibler, dynamischer und anonymer Deliktsbereich. Darauf muss die Sicherheitspolitik reagieren. Bund und Länder haben daher begonnen, ihre Kräfte für die Bekämpfung zu bündeln und zentrale Ansprechstellen zur Beratung der Wirtschaft und Bürger bei ihren Polizeien eingerichtet. Auch das BKA hat seine Ermittler in einem neuen Cybercrime-Center zusammengefasst und baut seine Kompetenzen auf diesem Spezialgebiet weiter aus.
Für 2008 verzeichnete die Po­li­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik in Deutschland noch rd. 38.000 Straftaten der Cyber-Kriminalität, 2012 waren es bereits 64.000 Fälle. 2013 ist diese Zahl weitgehend gleich geblieben (64.426 Fälle). Alarmierend ist aber die Entwicklung bei einzelnen Delikten, etwa der Computersabotage. Die Fälle haben hier nach einem rasanten Anstieg im Jahr 2012 im Jahr 2013 erneut um 17,6% (12.766 Fälle) zugenommen. Gleichzeitig stagniert die Aufklärungsquote im Bereich der Cyberkriminalität bei einem Wert von 25,3%. Bei Datenveränderung und Computersabotage sank die Aufklärungsquote sogar von 17,5% auf 9,2%. Hier spiegelt sich wider, dass die Strafverfolgungsbehörden den größten Teil dieser Straftaten keinem Täter mehr nachweisen können, da die digitalen Spuren nicht zuletzt auch wegen fehlender und unterschiedlicher Regelungen für eine Mindestspeicherungsfrist in den einzelnen Staaten von den Tätern erfolgreich verwischt werden können.

Quelle: Bundesministerium des Innern - Pm vom 04.06.2014 von 05.06.2014
http://www.bmi.bund.de/ Externer Link
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