Verbraucherschutz / Wettbewerbs- und Kartellrecht /
Artikelnummer: 14060828
Trennlinien
ALKOHOLFREIES BIER BEKOMMT HINWEIS AUF RESTALKOHOL
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Deutsche Brauer-Bund (DBB) haben sich darauf geeinigt, dass Brauereien, die zum DBB gehören, künftig freiwillig auf den Restalkoholgehalt in alkoholfreiem Bier hinweisen. Dieses darf bis zu 0,5 Volumenprozent Alkohol enthalten. 70 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher gehen davon aus, dass alkoholfreies Bier gar keinen Alkohol enthält, wie die begleitende Forschung zum Projekt Lebensmittelklarheit der Verbraucherzentralen zeigt. Die neue Regelung soll für mehr Transparenz sorgen. Weitere Brauereien können der Initiative folgen.
Der Beschluss der DBB-Brauereien ist das Ergebnis eines mehrmonatigen Dialogs zwischen dem beim vzbv angesiedelten Projekt Lebensmittelklarheit und dem DBB. Der vzbv hatte in den Gesprächen konform zur Mehrheit der Verbraucher gefordert, dass sich Bier nur dann alkoholfrei nennen sollte, wenn es 0,00 Volumenprozent Alkohol enthalte. Dieser Forderung konnten die Brauer nicht entsprechen. Sie erklärten sich aber bereit, die Erläuterung „Alk. < 0,5 % vol.“ oder eine vergleichbare Formulierung ab 2015 auf ihre Bierflaschen zu etikettieren. Zu den DBB-Brauern gehören unter anderen Bitburger, Krombacher, Radeberger und Warsteiner. Die Gespräche mit den Deutschen Brauern fanden im Rahmen des Dialogs zur verbrauchernahen Kennzeichnung statt. Dabei handelt es sich um ein Gesprächsangebot des Projekts Lebensmittelklarheit an Lebensmittelunternehmen und -verbände. Ziel ist es, die Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln stärker an den Erwartungen der Verbraucher auszurichten.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. - PM vom 05.06.2014 von 05.06.2014
http://www.vzbv.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben