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Artikelnummer: 14060826
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ANTRAG AUF VERGESSENWERDEN
Mit dem Formular wird den Antragstellern ein Verfahren angeboten, von ihrem „Recht auf Vergessenwerden“ Gebrauch zu machen. Allerdings ist nach wie vor offen, wie lange Google brauchen wird, um die Massen von Anträgen zu bearbeiten und die Löschung umzusetzen. Dem ersten Schritt der Eröffnung eines Verfahrens muss nun zügig die Umsetzung der Löschung bei begründeten Anträgen folgen. Hierzu gilt es, inhaltliche Kriterien zu entwickeln und abzustimmen.
Das von Google vorgestellte Verfahren enthält das Erfordernis einer Authentifizierung, um eventuellen Missbrauch zu verhindern. Google verlangt unter anderem eine Kopie beziehungsweise einen eingescannten Lichtbildausweis und nennt als Beispiel den Personalausweis. Die automatisierte Speicherung des Personalausweises durch nicht-öffentliche Stellen ist jedoch nach dem Personalausweisgesetz nicht zulässig. Entsprechendes gilt für den deutschen Reisepass. Google erhebt zur Beantragung der Löschung personenbezogene Daten. Wie lange diese gespeichert werden, geht aus dem Formular nicht hervor. Für die Betroffenen, die ihre Einwilligung zur Verarbeitung geben, müssen die Löschfrist und der Zweck der Aufbewahrung jedoch klar werden.

Quelle: Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit - PM vom 30.05.2014 von 30.05.2014
http://justiz.hamburg.de/ Externer Link
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