Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 14060824
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URTEIL WEGEN SCHWEREN RAUBES IN LECHTINGEN VERKÜNDET
Das Landgericht Osnabrück hat einen 32-jährigen Mann aus Wallenhorst wegen besonders schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und wegen diverser Diebstahlsdelikte zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 10 Jahren verurteilt sowie seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten neben mehreren Diebstählen insbesondere die Begehung eines besonders schweren Raubes am 07.07.2012 vorgeworfen, bei dem der Angeklagte sich zunächst mit einem Taxi zum Parkplatz der Sparkasse nach Lechtingen habe fahren lassen und dort auf den Taxifahrer mit einem Messer eingestochen habe, diesen beraubt und schwer misshandelt habe, auch nachdem der Taxifahrer bereits aus dem Fahrzeug geflohen war. Der Angeklagte hatte diesen Tatvorwurf in der Hauptverhandlung abgestritten; einen Teil der angeklagten Diebstahlsdelikte hingegen eingeräumt. Im Rahmen der durchgeführten Beweisaufnahme hat sich zur Überzeugung der Richter auch der gravierendste Tatvorwurf des besonders schweren Raubes bestätigt. An einer Täterschaft des Angeklagten bestünden keine Zweifel, insbesondere weil er der Täterbeschreibung entspreche, vom Tatopfer wiedererkannt worden sei und weil ein Teil der Tatbeute mit seinen DNA-Spuren aufgefunden worden sei. Angesichts der erheblichen Brutalität des Überfalls war zur Überzeugung des Gerichts allein wegen dieser Tat die Verhängung einer Freiheitstrafe von 9 Jahren geboten, aus der in einer Zusammenschau mit den jeweils mehrmonatigen Freiheitsstrafen wegen der Diebstahlsdelikte eine Gesamtfreiheitsstrafe von 10 Jahren zu bilden sei. Wegen der Drogensucht des Angeklagten und seines Hanges zu weiteren Straftaten sei zudem seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt anzuordnen.

Quelle: Landgericht Osnabrück - PM 40/14 vom 05.06.2014 von 05.06.2014
http://www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de/ Externer Link
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