Niedersachsen / Strafrecht / Straßenverkehrsrecht /
Artikelnummer: 14051729
Trennlinien
SCHLEUSERRING UND BANDE VON FÜHRERSCHEINPRÜFUNGSTÄUSCHERN IN NIEDERSACHSEN AUFGEFLOGEN
Einsatzkräfte der Bundespolizei haben im Auftrag der Staatsanwaltschaft Verden (Aller) mehrere Wohnungen im Heidekreis und anderen Regionen Niedersachsens wegen des Verdachts der gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusung von Ausländern sowie wegen des Verdacht des Betruges und der Steuerhinterziehung durchsucht. Die Durchsuchungen erfolgten insgesamt in 14 Objekten. Die Ermittlungen richten sich insgesamt gegen ca. 30 Beschuldigte.
Die vier Hauptbeschuldigten stehen im Verdacht, die Einschleusung von überwiegend syrischen und irakischen Staatsangehörigen organisiert zu haben. Die Schleusungen erfolgten zumeist über den Luftweg und über Drittländer. Die Geschleusten erhielten ihre eigenen Nationalpässe, die ihnen vor Beginn der Schleusung abgenommen wurden, erst an den jeweiligen Zielorten zurück. Für die Schleusung wurden pro Person fünfstellige Beträge verlangt. Gegen fünf Beschuldigte besteht der Verdacht betrügerisch Sozialleistungen bezogen und Steuern hinterzogen zu haben. Sie sollen ihre Einnahmen aus einer unrechtmäßigen Unterstützung von Fahrerlaubnisbewerbern bei Ablegung der theoretischen Führerscheinprüfung nicht den Sozialkassen und den Finanzämtern mitgeteilt haben. Bei den Durchsuchungen konnte eine flüchtende Person unter dem Einsatz eines Polizeihubschraubers auf einem Hausdach erkannt und durch Einsatzkräfte gestellt werden. Im Zuge weiterer Ermittlungen wurden zwei Personen ohne gültige aufenthaltslegitimierende Papiere festgestellt. Es konnten 50 Schuss Kleinkalibermunition, ein Schlagring und ein Elektroschocker ohne waffenrechtliche Erlaubnis sowie umfangreiche Unterlagen und Speichermedien sichergestellt werden. Im Hinblick auf eine mögliche Bewaffnung einzelner Beschuldigter sicherten Beamte der GSG 9 und weitere Spezialkräfte der Bundespolizei die Einsatzmaßnahmen. Bei dem Einsatz waren 250 Beamte der Bundespolizei beteiligt.

Quelle: Staatsanwaltschaft Verden - PM 7/14 vom 06.05.2014 von 06.05.2014
http://www.staatsanwaltschaften.niedersachsen.de Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben