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Artikelnummer: 14051703
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BETRUG MIT 'SCHROTTIMMOBILIEN' – SECHS HAFTBEFEHLE UND 35 DURCHSUCHUNGSBESCHLÜSSE VOLLSTRECKT
In einem umfangreichen Ermittlungskomplex der Staatsanwaltschaft Berlin wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs durch den Verkauf von „Schrottimmobilien“ im Rahmen so genannter „Steuersparmodelle“ haben die Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin heute sechs Haftbefehle sowie 35 Durchsuchungsbeschlüsse an 26 Durchsuchungsorten erfolgreich vollstreckt. An dem Einsatz waren 122 Polizeibeamte und drei Staatsanwälte beteiligt. Den Beschuldigten wird gewerbsmäßiger und bandenmäßiger Betrug in 21 Fällen zum Nachteil der Käufer überteuerter „Schrottimmobilien“ zur Last gelegt.
Die gut organisierten und arbeitsteilig handelnden Beschuldigten haben den ersten Ermittlungen zufolge den wirtschaftlich unerfahrenen Käufern im Zeitraum zwischen 2008 und 2012 betrügerisch vorgespiegelt, dass der Erwerb der Eigentumswohnungen wegen der zu erzielenden Steuerersparnis und wegen der zu erwartenden Mieteinnahmen für sie wirtschaftlich von Vorteil sein würde. Den Käufern hatten sie dabei vor Abschluss der Kaufverträge bewusst wahrheitswidrige Angaben zu den Wohnungen gemacht. Tatsächlich waren die Kaufpreise für die Wohnungen teilweise um das 2,5-fache des eigentlichen Wertes überhöht. Die Beschuldigten sollen durch die Taten einen Gesamtschaden von mindestens 1,8 Millionen Euro verursacht haben. Die auf den Vertragsabschluss folgende finanzielle monatliche Belastung führte zahlreiche Käufer bis an den Rand des wirtschaftlichen Ruins.

Quelle: Generalstaatsanwaltschaft Berlin - PM 4/2014 vom 06.05.2014 von 06.05.2014
http://www.berlin.de/sen/justiz/strafverfolgung/gsta/index.html Externer Link
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