Anlegerschutz / Energierecht / Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 14051701
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LANDGERICHT OSNABRÜCK VERHANDELT WEGEN ANLAGEBETRUGES MIT SOLARANLAGEN
Das Landgericht Osnabrück verhandelt in einer Strafsache gegen zwei 36-jährige Angeklagte aus Lienen und Hamburg, einen 43-jährigen Angeklagten aus Rödermark und einen 60-jährigen Angeklagten aus Osnabrück wegen bandenmäßigen Betruges mit Solaranlagen.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, über ein Geflecht verschiedener Firmen mit Sitz in Osnabrück, Kelkheim und Hamburg eine Vielzahl privater Investoren um ihr Anlagekapital gebracht zu haben. Das von den Angeklagten ausgearbeitete Geschäftsmodell soll vorgesehen haben, Teile von Solarparks an Anleger zu veräußern und diese Module anschließend wieder gegen einen für mehrere Jahre garantierten Pachtzins zu pachten. Dabei sollen die Angeklagten die Anleger in zweifacher Hinsicht getäuscht haben: Zum einen sollen die garantierten Pachtzinsen aus den Einspeisevergütungen für die errichteten Anlagen gar nicht zu erwirtschaften gewesen sein, sondern nur durch ein sog. Schneeballsystem mittels Anwerbung neuer Anleger. Zum anderen sollen mehr Teile von Solarparks verkauft worden sein, als tatsächlich existierten. Insgesamt soll daher bei 287 Anlegern ein Schaden von über 13 Mio. Euro entstanden sein.

Quelle: Landgericht Osnabrück - PM 35/14 vom 05.05.2014 von 06.05.2014
http://www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de/ Externer Link
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