Anlegerschutz / Baden-Württemberg / Handels- und Gesellschaftsrecht / Strafrecht /
Artikelnummer: 14051017
Trennlinien
LANDGERICHT STUTTGART LEHNT ERÖFFNUNG DES HAUPTVERFAHRENS GEGEN ZWEI EHEMALIGE VORSTÄNDE DER PORSCHE AUTOMOBIL HOLDING SE AB
Die Anklage der Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft den beiden ehemaligen Vorständen vor, gemeinschaftlich handelnd in fünf Fällen gegen das Verbot der Marktmanipulation verstoßen zu haben, weil in von ihnen im Jahr 2008 veranlassten öffentlichen Erklärungen des Unternehmens in Bezug auf den Beteiligungserwerb an der Volkswagen AG unrichtige Angaben gemacht worden seien.
Der nach der Strafprozessordnung für die Eröffnung des Hauptverfahrens erforderliche hinreichende Tatverdacht setzt voraus, dass bei vorläufiger Tatbewertung eine spätere Verurteilung wahrscheinlich ist. Die Richter sind der Auffassung, dass die im Rahmen der Ermittlungen erschöpfend erhobenen und ausgewerteten, umfangreichen internen Dokumente der Porsche AG/SE, ihrer Berater und der beteiligten Banken betreffend den Beteiligungserwerb an der Volkswagen AG sowie die Zeugenaussagen die den Angeschuldigten angelastete Unrichtigkeit der abgegebenen Erklärungen nicht hinreichend belegen, um eine Verurteilung nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) wahrscheinlich erscheinen zu lassen. Wegen des fehlenden hinreichenden Tatverdachts hat das Gericht die Eröffnung des Hauptverfahrens aus tatsächlichen Gründen abgelehnt.

Quelle: Landgericht Stuttgart - PM vom 25.04.2014 von 24.04.2014
http://www.landgericht-stuttgart.de/ Externer Link
ArtikelübersichtFacebookNach oben