Bau- und Architektenrecht / Rheinland-Pfalz / Verwaltungsrecht /
Artikelnummer: 14041323
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KEIN NACHBARSCHUTZ GEGEN BAUSTOFFLAGER IM DORFGEBIET
Das Betreiben eines Baustofflagers im Nebenerwerb verstößt im konkreten Fall nicht gegen nachbarschützende Vorschriften. Dies hat das Verwaltungsgericht Trier entschieden.
Ein Gewerbetreibender beantragte die Genehmigung des Betriebes eines Baustofflagers innerhalb einer im Bereich des Landkreises Trier-Saarburg gelegenen Ortschaft. Der beklagte Landkreis genehmigte die Einrichtung des Baustofflagers mit zahlreichen Bedingungen und Auflagen. So sollte unter anderem der Lagerplatz nur als Zwischenlager, mit einer Höchstkapazität von 100 Tonnen, genutzt werden. Die Anlieferung von Baustoffen sollte montags bis freitags zwischen 7.00 Uhr und 17.00 Uhr erfolgen. Hiergegen erhoben Nachbarn Widerspruch und klagten vor dem Verwaltungsgericht Trier. Sie befürchteten durch die Zulassung des Lagerplatzes eine unzumutbare Beeinträchtigung durch Lärm, Geruchs- und Staubemissionen. Die Richter wiesen die Klagen ab und führten aus, die Errichtung dieses konkret genehmigten Lagerplatzes stelle aufgrund der zahlreichen Auflagen, wie beispielsweise der genehmigten Höchstkapazitäten und der ebenfalls vorgegebenen Lärmgrenzwerte, einen nicht störenden Gewerbebetrieb dar, der in einem Dorfgebiet zulässig sei. Bei objektiver Betrachtung sei daher die Verletzung nachbarschützender Rechte nicht erkennbar.

Quelle: Verwaltungsgericht Trier - PM 8/2014 vom 10.04.2014 von 26.03.2014
http://www.mjv.rlp.de/Gerichte/Fachgerichte/Verwaltungsgerichte/VG-Trier/ Externer Link
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