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Artikelnummer: 14033019
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LANDGERICHT OSNABRÜCK VERSCHÄRFT URTEIL GEGEN 16-JÄHRIGEN COMPUTERHACKER
Das Landgericht Osnabrück hat auf die Berufung der Staatsanwaltschaft Osnabrück das Urteil des Amtsgerichts in Nordhorn gegen einen 16 Jahre alten Computerhacker verschärft.
Das Amtsgericht hatte den Jugendlichen wegen zahlreicher Delikte aus dem Bereich der Computerkriminalität zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hin wurde das Urteil geändert und der Jugendliche zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Die Vollstreckung von Freiheitsstrafen über zwei Jahre kann nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden, so dass der Jugendliche diese empfindliche Strafe auch antreten und verbüßen muss. Das Landgericht begründete die erhebliche Verschärfung der Jugendstrafe damit, dass der Angeklagte mit hoher krimineller Energie gehandelt habe. Die Computerkenntnisse des Jugendlichen seien immens. Der Angeklagte habe fast seinen gesamten Tagesablauf damit ausgefüllt, sich im Internet zu betätigen. Er habe sich um falsche Personalien, Anlegung von Internetbenutzerkonten, Auslieferungsstationen und den Absatz der Ware gekümmert. Schließlich hat das Gericht auch den hohen Schaden von über 20.000 € strafschärfend berücksichtigt. Letztlich sprach auch gegen den Angeklagten, dass er nach Aussetzung des Vollzuges des Haftbefehls noch während des laufenden Ermittlungsverfahrens die Begehung der Straftaten in gleicher Weise fortgesetzt hatte.

Quelle: Staatsanwaltschaft Osnabrück - PM vom 13.03.2014 von 13.03.2014
http://www.staatsanwaltschaft-osnabrueck.niedersachsen.de/ Externer Link
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