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Artikelnummer: 14033017
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POLIZEI UND STAATSANWALTSCHAFT WARNEN VOR BETRUG IM INTERNET IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ANGEBOT VON FAHRZEUGEN
In einem von der Zentralstelle für Computerkriminalität der Staatsanwaltschaft Göttingen und dem Fachkommissariat 3.2K - Cybercrime Göttingen geführten Sammelverfahren konnten aktuell zwei Mitglieder einer bundesweit agierenden Tätergruppierung festgenommen werden, welche Online-Autointeressenten um ihr Geld bringt.
Die Täter nutzten den so genannten „Selbstzahlertrick". Dabei werden Fahrzeuge zu scheinbar günstigen Preisen über verschiedene Internetportale zum Kauf angeboten. Bei der späteren Kontaktaufnahme per Email geben sich die Täter als älteres Ehepaar aus Dänemark oder junges Paar aus Schweden aus, welches ihr Auto in Deutschland verkaufen will. Die Kaufinteressenten werden dazu gebracht, Einzahlungen bei Western Union auf ihren eigenen Namen zu leisten und den Tätern das Western Union Formular über Email zugänglich zu machen. Angeblich soll die Einzahlung bei Western Union nur dazu dienen, die Zahlungsfähigkeit der Kaufinteressenten nachzuweisen und sicher zu stellen, dass sie auch zur Fahrzeugübergabe erscheinen. Die Täter lassen sich dann jedoch unter Vorlage gefälschter Pässe das Geld auszahlen. Wie von vornherein beabsichtigt, erscheinen die Täter nicht zur vereinbarten Fahrzeugübergabe. Durch die bundesweite Übernahme und Auswertung der Verfahren konnten zwei der Täter identifiziert werden, gegen welche wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung und Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug in zahlreichen Fällen ermittelt wird. Im Februar 2014 haben das Amtsgericht Göttingen und das Amtsgericht Duderstadt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle erlassen. Die 32 und 24 Jahre alten rumänisch stämmigen Täter konnten daraufhin durch die Polizei festgenommen werden.

Quelle: Staatsanwaltschaft Göttingen - PM 01/14 vom 24.03.2014 von 20.03.2014
http://www.staatsanwaltschaften.niedersachsen.de Externer Link
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