Anlegerschutz / Bayern /
Artikelnummer: 14030904
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URTEIL IM GFE-VERFAHREN: LANDGERICHT NÜRNBERG-FÜRTH VERHÄNGT LANGJÄHRIGE FREIHEITSSTRAFEN
Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte die elf Angeklagten wegen 88 Fällen des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges zu Freiheitsstrafen zwischen drei und neun Jahren.
Bei den Angeklagten handelt es sich um führende Mitarbeiter aus Verwaltung, Vertrieb und Produktion der GFE-Unternehmensgruppe. Ihnen lag zur Last, ab Ende des Jahres 2009 in großer Zahl angeblich hoch effiziente Blockheizkraftwerke verkauft und dabei den Kunden hohe Renditen versprochen zu haben, obwohl sie zur Herstellung solcher Blockheizkraftwerke technisch nicht in der Lage waren und deshalb auch wussten, dass die versprochenen Renditen nicht erzielbar waren. Dieser Vorwurf hat sich nach der Überzeugung der Kammer im Rahmen der umfangreichen Hauptverhandlung bestätigt. Wie der Vorsitzende in der mündlichen Urteilsbegründung ausführte, sei es Geschäftsziel der GFE gewesen, ein Produkt zu verkaufen, das es gar nicht gab. Letztlich habe es sich um ein Schneeballsystem gehandelt, bei dem die Ausgaben, insbesondere die Provisionen der Mitarbeiter und des Vertriebs, aus den eingehenden Kaufpreiszahlungen der Kunden finanziert wurden. Aus Gründen der Prozessökonomie wurde das Verfahren von ursprünglich mehr als 1.400 Fällen auf 88 Fälle beschränkt. Allein in diesen 88 Fällen sei den Kunden ein Gesamtschaden von ca. 12 Millionen Euro entstanden.

Quelle: Landgericht Nürnberg-Fürth - PM 5/14 vom 27.02.2014 von 27.02.2014
http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/n/ Externer Link
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