Internetrecht / Telekommunikationsrecht /
Artikelnummer: 14022342
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ROAMINGGEBÜHREN BREMSEN EUROPÄISCHEN TELEKOMMUNIKATIONSMARKT
Wenn Europäer außerhalb ihres Heimatlandes unterwegs sind, schalten viele ihr Handy ab und verzichten darauf, E-Mails zu verschicken oder mobile Internetdienste zu nutzen. Das hat eine neue Umfrage unter 28 000 EU-Bürgern ergeben, die die EU-Kommission in Brüssel vorgestellt hat. Die Europäische Kommission geht davon aus, das sich die Telekommunikationsunternehmen wegen ihrer derzeitigen Preisgestaltung einen Markt von ungefähr 300 Millionen Handynutzern entgehen lassen.
Jeder zweite Europäer (47 Prozent) würde niemals mobile Internetdienste in einem anderen EU-Land nutzen. In Deutschland sind es sogar 57 Prozent. 28 Prozent der Reisenden schalten einfach ihr Telefon ab. Deutschland liegt mit 33 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Vielreisende – die eigentlich potenziell das gewinnträchtigste Marktsegment bilden – schalten die Datenroamingdienste ihres Mobiltelefons sogar eher ab als gelegentlich Reisende. Grund dafür ist nach Ansicht der Kommission, dass Vielreisende einfach besser über die tatsächlichen Datenroaming-Kosten in Europa informiert sind. Die Kommission hat im letzten Jahr einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, mit dem sie erreichen will, dass Kunden ab 2016 ihre Handys und Smartphones auf Reisen innerhalb der Union zu Inlandspreisen benutzen können. Mit den bestehenden Vorschriften haben die Verbraucher ab Juli 2014 das Recht, auf Reisen im Ausland die billigeren Roamingdienste eines lokalen Betreibers oder eines heimischen Konkurrenten zu benutzen, ohne die SIM-Karte wechseln zu müssen.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland - PM vom 17.02.2014 von 17.02.2014
http://ec.europa.eu/deutschland/ Externer Link
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