Wettbewerbs- und Kartellrecht /
Artikelnummer: 14020941
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KARTELL: GELDBUßEN VON 114 MILLIONEN EURO FÜR HERSTELLER VON SCHAUMSTOFF FÜR MATRATZEN, SOFAS UND AUTOSITZE
Die Europäische Kommission hat Geldbußen in Höhe von 114 Mio. Euro gegen die vier großen Polyurethanweichschaum-Hersteller Vita, Carpenter, Recticel und Eurofoam verhängt.
Die Unternehmen trafen in einem Zeitraum von knapp fünf Jahren, von Oktober 2005 bis Juli 2010, Absprachen, um die Verkaufspreise verschiedener Arten von Schaumstoff in 10 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, darunter Deutschland, zu koordinieren. Polyurethanweichschaum wird vor allem in Möbeln wie Matratzen und Sofas verwendet. Anwendungen in der Automobilindustrie, insbesondere für Autositze, machen etwa ein Viertel des gesamten Marktes für Polyurethanweichschaum aus. Bei der Festsetzung der Geldbußen trug die Europäische Kommission den Absatzzahlen der beteiligten Unternehmen für die entsprechenden Produkte in den betroffenen Mitgliedstaaten, der besonderen Schwere des Verstoßes, der geografischen Reichweite des Kartells sowie seiner Dauer Rechnung. Vita wurde die Geldbuße aufgrund der Aufdeckung des Kartells vollständig erlassen. Recticel, Eurofoam (ein Joint Venture von Recticel und der Greiner Holding AG) und Greiner erhielten für Ihre Zusammenarbeit mit der Kommission auf der Grundlage der Kronzeugenregelung von 2006 eine Ermäßigung von 50 Prozent. Wie hoch die Ermäßigung ausfällt, richtet sich danach, wann die Unternehmen ihre Zusammenarbeit angeboten und inwiefern die von ihnen vorgelegten Beweismittel zum Nachweis des Kartells beigetragen haben.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland - PM vom 29.01.2014 von 29.01.2014
http://ec.europa.eu/deutschland/ Externer Link
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