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Artikelnummer: 14011920
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INTERNATIONALER DROGENHANDEL MIT SOG. LEGAL HIGHS, FÜNF BESCHULDIGTE IN UNTERSUCHUNGSHAFT
Die Staatsanwaltschaft Koblenz führt ein Ermittlungsverfahren gegen fünf deutsche Staatsangehörige im Alter zwischen 21 und 26 Jahren aus den Landkreisen Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell und Mayen-Koblenz sowie dem Rhein-Lahn-Kreis wegen gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln.
Nach monatelangen intensiven Ermittlungen der Kriminalinspektionen Wittlich und Mayen wurde im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Roermond und der Polizei Venlo in den Niederlanden eine Produktionsstätte für sogenannte Kräutermischungen lokalisiert. Von dort aus wurden die Designerdrogen über Onlineshops als Räuchermischungen und Dufterfrischer angeboten. Der Vertrieb erfolgte über den Postweg an Abnehmer im gesamten Bundesgebiet. In einer koordinierten Aktion wurden am 17.12.2013 bei Durchsuchungen in Deutschland und den Niederlanden mehrere Kilogramm synthetischer Cannabinoide und tausende Drogenpackungen sichergestellt. Bei der chemischen Analyse der Substanzen wurden auch synthetische Cannabinoide nachgewiesen, die dem deutschen Betäubungsmittelgesetz unterfallen. Auch wurden die mutmaßlichen Betreiber der Onlineshops und der Drogenküche in Deutschland und in den Niederlanden festgenommen. Drei in den Niederlanden festgenommene Beschuldigte wurden am 19.12.2013 an die deutschen Strafverfolgungsbehörden überstellt. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Zwei in Deutschland festgenommene Beschuldigte wurden am 18.12.2013 der Ermittlungsrichterin bei dem Amtsgericht Koblenz vorgeführt, die Haftbefehl erließ. Das Verfahren ist ein erneuter Beleg dafür, dass auch grenzüberschreitende Kriminalitätsphänomene durch gemeinsames Handeln der jeweils zuständigen Strafverfolgungsbehörden aller an solchen Verfahren beteiligten Staaten wirksam bekämpft werden können. Dabei haben im vorliegenden Fall insbesondere die zuständigen niederländischen Strafverfolgungsbehörden durch ihre professionellen und mit Nachdruck geführten Ermittlungen maßgeblich zum Erfolg der koordinierten Maßnahmen beigetragen. Designerdrogen wie die sichergestellten sind als hochgradig gefährlich einzustufen. Ihr Konsum kann zu erheblichen Herzrhythmusstörungen, Atemlähmungen und komaähnlichen Zuständen führen. Synthetische Cannabinoide sind bereits in Kleinstdosen hochwirksam. Ihre Überdosierung kann aufgrund des stark variierenden Wirkstoffanteils selbst von erfahrenen Drogenkonsumenten kaum vermieden werden.

Quelle: Staatsanwaltschaft Koblenz - PM vom 23.12.2013 von 23.12.2013
http://www.mjv.rlp.de/Staatsanwaltschaften/StA-Koblenz/ Externer Link
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