Handels- und Gesellschaftsrecht / Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 13122220
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STRAFVERFAHREN WEGEN UNTREUEVERDACHT BEI DER OPG ABGESCHLOSSEN
Die Staatsanwaltschaft Osnabrück- Zentralstelle für Korruptionsstrafsachen - hat gegen den ehemaligen Prokuristen der Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft mbH (OPG GmbH) wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges und der gewerbsmäßigen Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr beim Amtsgericht Osnabrück die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe mit Bewährung erwirkt. Der Strafbefehl ist inzwischen rechtskräftig.
Der Angeklagte erhielt in den Jahren 2009 bis 2011 in fünf Fällen von zwei Unternehmen, die mit einem Tochterunternehmen der OPG GmbH in Geschäftsbeziehungen standen, Geldzahlungen für vermeintliche Beratungsleistungen. Dabei wusste er, dass diese Zahlungen auch geleistet wurden, damit die Unternehmen von dem Betroffenen bei zukünftigen Auftragsvergaben durch die OPG GmbH oder deren Tochterunternehmen bevorzugt würden. Außerdem war der Betroffene gegenüber der OPG GmbH verpflichtet, jährlich seine Nebeneinkünfte aus Gutachtertätigkeiten mitzuteilen und 40 Prozent der Einnahmen an die OPG GmbH abzuführen. Dennoch verschwieg er in den Jahren 2009 bis 2011 gegenüber der OPG GmbH die Einkünfte aus den Zahlungen der beiden Unternehmen, so dass die OPG GmbH ihren Anteil nicht geltend machen konnte. Das Ermittlungsverfahren gegen die Geschäftsführer der Unternehmen, welche die Zahlungen an den Betroffenen zu verantworten haben, wurden gegen Zahlung von Geldauflagen eingestellt. Das Ermittlungsverfahren gegen den vormaligen Geschäftsführer der OPG GmbH wegen des Verdachts des Betruges zum Nachteil der OPG GmbH durch das Verschweigen von Nebeneinkünften wurde von der Staatsanwaltschaft ebenfalls gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt.

Quelle: Staatsanwaltschaft Osnabrück - PM vom 20.12.2013 von 20.12.2013
http://www.staatsanwaltschaft-osnabrueck.niedersachsen.de/ Externer Link
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