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Artikelnummer: 13121531
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BEWEISERHEBUNG IM RECHTSSTREIT DES TELDAFAX-INSOLVENZVERWALTERS GEGEN BAYER LEVERKUSEN VOR DEM LANDGERICHT KÖLN
Im Prozess, den der Insolvenzverwalter der TelDaFax-Gruppe gegen die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH wegen Rückzahlung von Sponsoringzahlungen führt, hat das Landgericht Köln eine Beweisaufnahme angeordnet. Es soll geklärt werden, ob die Finanz- und Liquiditätskrise von TelDaFax und eine drohende Insolvenz bereits im September 2009 Thema einer Besprechung zwischen Verantwortlichen der beiden Unternehmen waren. Dazu sollen mehrere Zeugen vernommen werden, die die Parteien benannt haben.
Der klagende Insolvenzverwalter macht Rückzahlungsansprüche in Höhe von insgesamt rund 16 Millionen Euro geltend. Diesen Gesamtbetrag hatten - in verschiedener Stückelung - drei Unternehmen der TelDaFax-Gruppe im Zusammenhang mit Sponsoringverträgen an Bayer Leverkusen gezahlt. Der klagende Insolvenzverwalter stützt sich auf die sogenannte Insolvenzanfechtung (§§ 129 ff. Insolvenzordnung = InsO). Dieses Rechtsinstitut soll die Gleichstellung aller Gläubiger im Insolvenzverfahren sicherstellen. Es ermöglicht unter anderem die Rückforderung von Zahlungen, die ein eigentlich bereits zahlungsunfähiges Unternehmen vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens an einen Gläubiger geleistet hat, wenn der Gläubiger die Zahlungsunfähigkeit und damit die Benachteiligung anderer Gläubiger erkannt hatte.

Quelle: Landgericht Köln - PM 17/13 vom 04.12.2013 von 04.12.2013
http://www.lg-koeln.nrw.de/ Externer Link
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