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Artikelnummer: 13120838
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ÜBERNAHME DER NOKIA-MOBILFUNKSPARTE DURCH MICROSOFT GENEHMIGT
Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des größten Teils des Mobilfunkgeräte-Geschäfts der Nokia Corporation durch die Microsoft Corporation nach der EU-Fusionskontrollverordnung freigegeben. Diese Sparte umfasst vor allem die Produktion und den Verkauf von Smartphones.
Die EU-Kommission gelangte nach eingehender Prüfung zu dem Schluss, dass die Übernahme keinerlei Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt. Die Tätigkeiten der beiden Unternehmen überschneiden sich nur in geringem Maße. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass Wettbewerber aufgrund der Verbindungen zwischen den mobilen Betriebssystemen, den mobilen Anwendungen und der für Unternehmen bestimmten E-Mail-Server-Software von Microsoft und den von Nokia angebotenen intelligenten Mobilgeräten vom Markt ausgeschlossen werden. 2012 wurden weltweit knapp 700 Millionen Smartphones und 162 Millionen Tablets verkauft. Die Kommission hat die Auswirkungen der Übernahme auf den Wettbewerb im Bereich der intelligenten Mobilgeräte (einschließlich Smartphones und Tablets) geprüft. Dabei stellte sie fest, dass die Überschneidung der Tätigkeiten der beiden Unternehmen in diesem Bereich nur minimal ist und mehrere starke Konkurrenten (z. B. Samsung und Apple) weiterhin mit dem aus der Übernahme hervorgehenden Unternehmen im Wettbewerb stehen werden. Ferner hat die Europäische Kommission die vertikalen Beziehungen zwischen den Aktivitäten des aus der Übernahme hervorgehenden Unternehmens auf dem nachgelagerten Markt für intelligente Mobilgeräte und den vorgelagerten Tätigkeiten von Microsoft in den Bereichen mobile Betriebssysteme, mobile Anwendungen (Apps) und E-Mail-Server-Software für Unternehmen sowie damit verbundene Kommunikationsprotokolle geprüft.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland - PM vom 05.12.2013 von 05.12.2013
http://ec.europa.eu/deutschland/ Externer Link
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