Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 13120831
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ZWEI NIEDERLÄNDER WEGEN HANDELTREIBENS MIT BETÄUBUNGSMITTELN VERURTEILT
Das Landgericht Osnabrück hat das Urteil gegen zwei Niederländer wegen Drogenhandels verkündet. Der 61-jährige Angeklagte wurde wegen Handeltreibens und wegen Beihilfe zur Einfuhr von Betäubungsmitteln zu 5 Jahren und 6 Monaten und der 36-Jährige wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zu 4 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Da die beiden die Vorwürfe im Wesentlichen eingeräumt haben und durch ihre Angaben weitergehende Ermittlungen gegen andere Verdächtige eingeleitet werden konnten, konnten die Strafen gemäß § 31 Betäubungsmittelgesetz aufgrund der sog. Kronzeugenregelung gemildert werden. Mit Unterstützung der Angeklagten kam im April diesen Jahres ein Container aus Südamerika (Panama) in Hamburg an, in dem sich zwei Flugzeugturbinen befanden. In den Hohlräumen der beiden Turbinen befanden sich 74,29 Kg reines Kokain mit einem geschätzten Schwarzmarktwert von ca. 3 Millionen Euro. Die Angeklagten haben die Übernahme und den Transport der Drogen in Deutschland organisiert. Der Zoll ist den beiden Angeklagten durch einen verdeckten Ermittlungen „auf die Schliche" gekommen, der sich mehrfach mit ihnen (u.a. in Osnabrück) getroffen hatte. Der verdeckte Ermittler hatte in Nettetal am Niederrhein eine Halle angemietet, um den Umschlag des eingeschmuggelten Kokains in die Niederlande zu gewährleisten. Als die beiden Angeklagten dann am 22.05.2013 die Drogen in Empfang nehmen wollten, erfolgte die Festnahme.

Quelle: Landgericht Osnabrück - PM 61/2013 vom 27.11.2013 von 26.11.2013
http://www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de/ Externer Link
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