Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 13120830
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VERSUCHTER TOTSCHLAG IN EMDEN - STAATSANWALTSCHAFT ERHEBT ANKLAGE
Die Staatsanwaltschaft Aurich hat gegen einen 53jährigen gebürtigen Borkumer Anklage wegen versuchter schwerer Brandstiftung und versuchten Totschlags vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aurich erhoben.
Dem Angeschuldigten wird zur Last gelegt, sich in den frühen Morgenstunden des 09.07.2013 in Emden gewaltsam Zugang zum Wohnhaus seiner getrennt lebenden Ehefrau verschafft und mittels einer Kerze einen Schreibtischstuhl angezündet zu haben. Infolge nicht ausreichender Sauerstoffzufuhr ging das Feuer aus, ohne auf wesentliche Gebäudeteile überzugreifen. Aufgrund des Brandes war das Haus nicht mehr bewohnbar, die Geschädigte wohnte daher übergangsweise in einem Wohnmobil vor dem Haus. Am 03.08.2013 gegen 05:00 Uhr drang der Angeschuldigte gewaltsam in das Wohnmobil ein, brachte seine Ehefrau zu Boden, umfasste ihren Hals und würgte sie mit beiden Händen, nachdem er zuvor angekündigt hatte, sie umbringen zu wollen. Der von einem aufmerksamen Zeugen alarmierten Polizei gelang es gerade noch, den Angeschuldigten von seiner Frau, die sich in Lebensgefahr befand, zu trennen. Der Angeschuldigte, der im Jahre 2011 einmal wegen Trunkenheit im Verkehr strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, wurde am 03.08.2013 vorläufig festgenommen und befindet sich seit dem 04.08.2013 durchgängig in Untersuchungshaft aufgrund des Haftbefehls des Amtsgerichts Emden. Zur Sache hat er sich bislang nicht geäußert. Da die Tat in beiden Fällen nur versucht wurde, kommt eine Strafmilderung in Betracht. Das Landgericht Aurich hat zunächst über die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung und die Fortdauer der Untersuchungshaft zu entscheiden.

Quelle: Staatsanwaltschaft Aurich - PM vom 22.11.2013 von 22.11.2013
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