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Artikelnummer: 13120821
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'RIVIERA' UND 'GESELLSCHAFTSHAUS': EIGENTÜMERIN MUSS DENKMALE IN GRÜNAU SICHERN
Die Eigentümerin der Baudenkmale „Riviera“ und „Gesellschaftshaus“ in Berlin-Grünau muss diese vor dem weiteren Verfall schützen. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem Eilverfahren entschieden.
Die Antragstellerin ist Eigentümerin des 1897-98 errichteten Gesellschaftshauses Grünau und des um 1890 gebauten ehemaligen Hotel-Restaurants Riviera; beide Gebäude stammen vom Architekten Otto Gerth. Die Eigentümerin plant deren Abriss und die Neubebauung des Grundstücks. Wegen des schlechten Erhaltungszustands der vorhandenen Gebäude ordnete das Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin die Durchführung von Schutzmaßnahmen an, u.a. die Sicherung offener Fenster und Türen, die Versiegelung undichter Stellen gegen das Eindringen von Wasser sowie das Abtragen und Einlagern von Stuckelementen. Die geschätzten Kosten hierfür liegen bei 40.000,- Euro. Das Verwaltungsgericht bestätigte die Entscheidung des Bezirksamts. Nach dem Berliner Denkmalgesetz sei der Verfügungsberechtigte verpflichtet, ein Denkmal im Rahmen des Zumutbaren instandzuhalten und instandzusetzen, es sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdungen zu schützen. Diese Verpflichtung habe die Eigentümerin über Jahre vernachlässigt; sie könne sich daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht darauf berufen, dass die Gebäude wegen des schlechten Zustands die Denkmaleigenschaft verloren hätten oder ihr die Maßnahmen nicht zumutbar seien. Es sei genügend historische Bausubstanz vorhanden, so dass die Instandsetzung jedenfalls technisch möglich sei. Ob die Grundstücke rentabel verwertet werden könnten, sei in einem späteren Genehmigungsverfahren zu prüfen. Hierbei werde auch zu berücksichtigen sein, dass die Antragstellerin die Gebäude seinerzeit in Kenntnis der Denkmaleigenschaft mit einem entsprechenden Preisnachlass erworben habe.

Quelle: Verwaltungsgericht Berlin - PM 42/2013 vom 05.12.2013 von 28.11.2013
http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/vg/ Externer Link
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