Handels- und Gesellschaftsrecht /
Artikelnummer: 13111020
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HAFTUNG DER GESELLSCHAFTER FÜR VERTRAGSWIDRIGES VERHALTEN
Die Vorschrift des § 708 BGB schränkt die Haftung der Gesellschafter für vertragswidriges Verhalten ein, indem sie an die Stelle der maßgebenden verkehrserforderlichen Sorgfalt den Maßstab der Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten setzt. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
An den Beweis, in eigenen Angelegenheiten eine geringere als die im Verkehr erforderliche Sorgfalt anzuwenden, sind strenge Anforderungen zu stellen, so die Bundesrichter in ihrer Entscheidung. Der Umstand, dass der Gesellschafter sich durch die schadensbegründende Handlung zugleich selbst geschädigt hat, reiche zum Nachweis der nicht auf den konkreten Schädigungsfall, sondern auf das generelle Verhalten des Schädigers in dem entsprechenden Pflichtenkreis abstellenden Entlastungsvoraussetzungen des § 708 BGB nicht aus.

Quelle: Bundesgerichtshof von 24.09.2013
http://www.bundesgerichtshof.de/ Externer Link
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