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Artikelnummer: 13110329
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DATENSCHUTZBEAUFTRAGTER BEGRÜßT NUTZUNGSVERBOT VON FACEBOOK AN RHEINLAND-PFÄLZISCHEN SCHULEN
Die Schulen in Rheinland-Pfalz wurden vom Bildungsministerium darüber unterrichtet, dass über Facebook keine schulische Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern stattfinden soll. Facebook-Freundschaften zwischen Lehrkräften und Schülern kommen damit ebenso wenig in Betracht wie die Nutzung von Facebook als Lernplattform. Ein vom Landesbeauftragten verfasstes Zusatzkapitel zum Handbuch "Schule.Medien.Recht" und ein Merkblatt für alle Lehrkräfte geben nunmehr einen verbindlichen Rahmen für die Schulen in Rheinland-Pfalz vor.
Die pädagogische Forderung nach einer verstärkten Facebook-Präsenz von Lehrkräften, um die Lebenswirklichkeit von Schülerinnen und Schülern besser verstehen zu können, stoße hier an juristische Grenzen. Sie gebieten, das Schulische vom Privaten zu trennen. Diese Trennung sei auch deshalb notwendig, weil der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule mit dem Geschäftsmodell von Facebook ("Verkauf" persönlicher Daten für kommerzielle Zwecke) nicht zu vereinbaren ist. Es gebe Alternativen für die schulische Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern: Beispielsweise die auf Moodle basierende Lernplattform "lernenonline", die den rheinland-pfälzischen Schulen kostenfrei zur Verfügung steht.

Quelle: Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz - PM vom 21.10.2013 von 21.10.2013
http://www.datenschutz.rlp.de/ Externer Link
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