Anlegerschutz / Niedersachsen /
Artikelnummer: 13110302
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AUßERGERICHTLICHE EINIGUNG IM STREIT UM SCHIFFSANLAGEFONDS
Die 145 Zivilverfahren gegen einen Beklagten aus Haren/Ems über insgesamt 4.829.525,- €, die Anfang diesen Jahres beim Landgericht Osnabrück eingegangen sind, sind jetzt abgeschlossen.
Die aus dem gesamten Bundesgebiet stammenden Kläger (Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Oldenburg, Osnabrück, Lingen/Ems, Vechta, Fürstenau/Bersenbrück etc.) hatten sich an verschiedenen Fondsgesellschaften beteiligt, die sich auf den Erwerb, den Betrieb und die Veräußerung von Seeschiffen konzentriert hatten. Die Kläger hatten 2007 jeweils zwischen 15.000,- € und 100.000,- € angelegt und durch die Insolvenzen bzw. wirtschaftlichen Schieflagen der Fondgesellschaften im Jahr 2010 überwiegend einen Totalverlust erlitten. Sie haben mit ihren Klagen von dem Beklagten ihr Geld zurückgefordert. In den Prospekten der Fondgesellschaften sei mit seiner Erfahrung und Kompetenz geworben worden, obwohl er bereits 2006 aus den beteiligten Firmen als Geschäftsführer und Gesellschafter ausgeschieden sei. Der Beklagte hat hingegen seine Verantwortung für den Inhalt der Prospekte zurückgewiesen. Der Großteil der klagenden Anleger (ca. 135) hat sich außergerichtlich mit dem Beklagten geeinigt. Über den Inhalt des Vergleichs und die Höhe einer etwaigen Zahlung haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die übrigen Anleger haben ihre Klagen zurückgenommen, ohne von dem Beklagten eine Geldzahlung erhalten zu haben, weil ihnen das Kostenrisiko bei Durchführung des Prozesses zu hoch gewesen wäre.

Quelle: Landgericht Osnabrück - PM 52/2013 vom 23.10.2013 von 23.10.2013
http://www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de/ Externer Link
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