Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 13102728
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HANDGREIFLICHE AUSEINANDERSETZUNG UM ZUBEREITUNG EINES EISKAFFEES HAT STRAFRECHTLICHE KONSEQUENZEN
Ein Eiskaffee war im Juni 2013 in einer Eisdiele in Georgsmarienhütte Auslöser eines Streites zwischen dem Gastwirt und seinem Gast. Der 32 Jahre alte Gast aus Bad Iburg hatte einen Eiskaffee bestellt, beklagte sich dann aber über die Qualität des Getränkes. Offenbar vermisste er die Zubereitung mit Milch. Auf diese Reklamation ging der Gastwirt nicht ein.
Kurz danach wollte der Gast aufstehen. Da er nach einem Beinbruch sich nur mithilfe von zwei Unterarmgehstützen bewegen konnte, gelang ihm dies offenbar nicht sehr geschickt. Opfer war dabei das Glas mit dem Kaffee - es fiel um. Dies brachte bei dem Wirt offenbar das Fass zum Überlaufen. Mit den Worten: „So was kann ich gut leiden. Erst meckern und dann alles kaputt machen" ging er zu dem Gast und versetzte ihm zwei Faustschläge an den Kopf, durch die dieser zum Entsetzen der Gäste in dem vollbesetzten Lokal in die Bestuhlung eines leer stehenden Tisches und schließlich auf den Boden fiel, wo er weiter beschimpft wurde. Aufgrund der Schläge erlitt er diverse Prellungen und war drei Wochen arbeitsunfähig. Glücklicherweise hatte kurz zuvor ein nicht im Dienst befindlicher Polizeibeamter ebenfalls eine Eistüte gekauft und konnte eingreifen. Dies brachte ihm den Satz: „Er solle sich raushalten und verpissen" ein. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat gegen den Wirt ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Nachdem der Gastwirt sich bereit erklärt hatte, zur Schadenswiedergutmachung beitragen zu wollen, wurde das Strafverfahren gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 400,-- € an das Opfer nun eingestellt.

Quelle: Staatsanwaltschaft Osnabrück - PM vom 03.10.2013 von 09.10.2013
http://www.staatsanwaltschaft-osnabrueck.niedersachsen.de/ Externer Link
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