Niedersachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 13102725
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EHEMALIGER BETRIEBSLEITER EINER WOLFSBURGER DISKOTHEK WEGEN HANDELS MIT BETÄUBUNGSMITTELN UND ANABOLIKA ANGEKLAGT
Dem Angeschuldigten wird zur Last gelegt, in der Zeit von Juli 2010 bis Juli 2012 in zehn Fällen gewerbsmäßig mit Kokain bzw. Marihuana gehandelt zu haben, wobei es sich in sieben Fällen um nicht geringe Mengen handelte. Hierfür sieht das Betäubungsmittelgesetz jeweils eine Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe vor.
Darüber hinaus wird er beschuldigt, in 50 Fällen Anabolika und andere verschreibungspflichtige Medikamente, die er aus dem Ausland bezogen hatte und die dem Muskelaufbau dienten, weiterverkauft und dabei erhebliche Gewinne erzielt zu haben. Die Anklage geht von einem hierdurch erzielten Umsatz von ca. 2 Millionen Euro aus. Das Geld wurde als Diskothekeneinnahme getarnt in Umlauf gebracht. Dem Angeschuldigten soll bei seinem Handeln bewusst gewesen sein, dass es sich um im Ausland produzierte, verfälschte Medikamente minderer Qualität handelte, weshalb ihm zur Last gelegt wird, bei der wahllosen Abgabe der Medikamente die Gesundheit einer großen Zahl von Menschen gefährdet, sowie gewerbsmäßig und aus grobem Eigennutz gehandelt zu haben. Für die insofern vorliegenden besonders schweren Fälle des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz sieht dieses ebenfalls eine Mindeststrafe von einem Jahr vor. Ferner kommt die Einziehung der Vermögenswerte in Betracht. Der Angeschuldigte, der sich in dieser Sache vom 18.7. bis 5.9.2012 in Untersuchungshaft befand, ist weitgehend geständig. Der Haftbefehl wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Quelle: Staatsanwaltschaft Braunschweig - PM vom 04.10.2013 von 04.10.2013
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