Strafrecht / Urheber- und Medienrecht /
Artikelnummer: 13101336
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VERURTEILUNGEN IM 'NDR-DREHBUCHSKANDAL' RECHTSKRÄFTIG
Das Landgericht Hamburg hat eine ehemalige Redaktionsleiterin beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) wegen Bestechlichkeit sowie wegen Betruges und Untreue zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten und ihren Ehemann, einen Drehbuchautor, wegen Beihilfe sowie eine Filmproduzentin wegen Bestechung jeweils zu Geldstrafen verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat diese Entscheidungen bestätigt.
Gegenstand der Korruptionstaten war, dass die Filmproduzentin in mehreren Fällen ihren Mitangeklagten Aufträge für Drehbücher verschaffte. Hierfür bewirkte im Gegenzug die Redaktionsleiterin als Amtsträgerin unter Verletzung ihrer Dienstpflichten, dass der NDR diese von ihr oder ihrem Mann unter Pseudonymen verfassten Drehbücher annahm und der Filmproduktionsgesellschaft entsprechende Drehbucherstellungsaufträge und später in mehreren Fällen auch Produktionsaufträge erteilte. Das Volumen der Filmproduktionsaufträge belief sich jeweils auf über eine Million Euro, die Honorare der Hauptangeklagten und ihres Ehemannes auf fünfstellige Eurobeträge.

Quelle: Bundesgerichtshof - PM 161/2013 vom 01.10.2013 von 03.09.2013
http://www.bundesgerichtshof.de/ Externer Link
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