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Artikelnummer: 13092226
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SEXISTISCHE MOTIVE - LIEFERSERVICE UND ONLINEBLATT WERBEN FRAUENFEINDLICH
Mit frauendiskriminierender Fahrzeugwerbung ist Marks Foodservice aus dem süddeutschen Ettlingen negativ aufgefallen. Dem Protest aus der Bevölkerung bezüglich Motiv und Slogan schloss sich der Werberat mit der Verhängung einer Öffentlichen Rüge ebenso an wie bei dem Online-Anzeigenblatt "Neue Nordhäuser Zeitung" aus Thüringen.
Die Abbildung auf dem Lieferwagen von Marks Foodservice zeigt einen Frauenkörper im Slip, eine Orange in der Höhe der schwarzen Unterwäsche und den Spruch "Frischfleisch trifft Früchtchen". Bei dem Online-Anzeigenblatt Neue Nordhäuser Zeitung war der Stein des Anstoßes ein Werbemotiv, das ein von oben fotografiertes Dekolleté einer auf einem Bett liegenden Frau zeigte. Zusammen mit der Bildunterschrift „Die Neue. Kommt schneller als die Alte, ist besser gebaut und macht, was man ihr sagt.“, wurde diese, nunmehr nur noch als Bildschirmschoner auf der Homepage des Anzeigenblatts abrufbare, kommerzielle Kommunikation als sexistisch und frauendiskriminierend eingestuft. Da sich beide werbenden Unternehmen uneinsichtig zeigten und ihre Werbung nicht abändern wollten, verhängte die Selbstkontrollinstanz der Werbewirtschaft die Rügen. Die Neue Nordhäuser Zeitung verzichtete auf ein öffentliches Statement zur Beanstandung des Werberats. Der Firmeninhaber Carsten Marks von Marks Foodservice äußerte sich zu seiner Fahrzeugwerbung: "Für uns zählt nur, dass wir auffallen". Das Gremium des Werberats zeigte für diese Argumentation wenig Verständnis.

Quelle: Deutscher Werberat - PM vom 29.08.2013 von 29.08.2013
http://www.werberat.de/ Externer Link
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