Straßenverkehrsrecht / Wettbewerbs- und Kartellrecht /
Artikelnummer: 13091519
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MARKTTRANSPARENZSTELLE FÜR KRAFTSTOFFE ÖFFNET PROBEBETRIEB FÜR VERBRAUCHER
Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe geht heute mit vier Verbraucher-Informationsdiensten an den Start. Die Verbraucher können so künftig die Preise zwischen den Tankstellen in Deutschland vergleichen und gezielt die preisgünstigsten Anbieter auswählen.
Preisänderungen der gängigen Kraftstoffsorten E5, E10 und Diesel werden „in Echtzeit" an die Markttransparenzstelle gemeldet und durch Informationsdienste an die Verbraucher weitergegeben. Tankstellen melden alle Preisände-rungen bei E5, E10 und Diesel binnen fünf Minuten an die Markttransparenzstelle, die diese Infor-mationen im Minutentakt an die Verbraucherinformationsdienste weitergibt. Die Verbraucher haben somit erstmals die Möglichkeit eines echten Preisvergleiches und können gezielt die preiswertesten Tankstellen in der Umgebung oder auf ihrer Route anfahren. Es melden bereits mehr als 13.000 der rund 14.500 Tankstellen in Deutschland ihre Preise an die Markttransparenzstelle, die übrigen Tankstellen werden ihre Preisdaten in den nächsten Tagen und Wochen ebenfalls einliefern. Vier zugelassene Verbraucher-Informationsdienste haben bereits erfolgreich an der Testphase teilgenommen und gehen heute mit ihren Webportalen an den Start. Dies sind Angebote des ADAC, clever-tanken.de, mehr-tanken.de und spritpreismonitor.de. Weitere acht Verbraucherinformationsdienste sind bereits zugelassen und werden in den nächsten Tagen und Wochen folgen. Insgesamt liegen dem Bundeskartellamt bereits Anträge von knapp 100 Interessenten vor. Die Markttransparenzstelle bietet selbst keine Preisinformationen für Bürger an. Die erhaltenen Preisdaten reicht sie an private Verbraucher-Informationsdienste weiter, die ihrerseits die Verbraucher informieren. Das Bundeskartellamt nutzt als Plattform für die Datenmeldung der Markttransparenzstelle den Mobilitäts-Daten-Marktplatz der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), der bereits zuvor wichtige Verkehrsdaten für Verbraucher gesammelt und zur Verfügung gestellt hat. Auf den Aufbau einer neuen Plattform konnte so verzichtet werden, und das Bündel der von der BASt zur Verfügung gestellten Daten konnte erweitert werden.

Quelle: Bundeskartellamt - PM vom 12.09.2013 von 12.09.2013
http://www.bundeskartellamt.de Externer Link
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