Berlin / Insolvenzrecht & Zwangsvollstreckung / Miet- und Wohnungseigentumrecht /
Artikelnummer: 13080403
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MIETWOHNUNG IM PILLNITZER WEG 15 MIT POLIZEIUNTERSTÜTZUNG GERÄUMT
Mit Unterstützung der Polizei hat die zuständige Gerichtsvollzieherin im Auftrag der Vermieterin eine Mietwohnung im Pillnitzer Weg 15 in Berlin-Spandau geräumt. Das Amtsgericht Spandau hatte den Mieter nach fristloser Kündigung durch den Vermieter zur Räumung verurteilt.
Das Gericht war nach Beweisaufnahme zu der Überzeugung gelangt, der Mieter habe eine andere Hausbewohnerin am 22. Mai 2012 mit voller Wucht aus dem Fahrstuhl gestoßen, so dass diese mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen sei. Solche Tätlichkeiten gegenüber Hausbewohnern rechtfertigten regelmäßig eine fristlose Kündigung. In den Entscheidungsgründen heißt es u.a.: „Das Verhalten des Beklagten kann nicht mit einem Hinweis auf die besonderen Verhältnisse im Haus verharmlost werden. Es mag sein, dass bestimmte milieubedingte Verhaltensweisen unter Berücksichtigung des bekannten Umfeldes vom Vermieter zu tolerieren sind. Dazu gehört aber nicht eine massive Tätlichkeit gegenüber einer körperlich unterlegenen Frau“.

Quelle: Amtsgericht Spandau - PM 29/2013 vom 15.07.2013 von 15.07.2013
http://www.berlin.de/sen/justiz/gerichte/kg/ Externer Link
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