Sachsen / Strafrecht /
Artikelnummer: 13072130
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HAFTBEFEHL NACH SCHIEßEREI IN EISENBAHNSTRAßE ERLASSEN
Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Leipzig hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen einen 28-jährigen Mann einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung in zwei Fällen sowie des Verstoßes gegen das Waffengesetz erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.
Dem 28-Jährigen wird zur Last gelegt, am 08.07.2013 gegen 18.20 Uhr zwei Männer (40, 45) in der Eisenbahnstraße/Hildegardstraße in Leipzig ohne rechtfertigenden Grund aus kurzer Entfernung mit Schüssen in das Bein bzw. in die Leistengegend erheblich verletzt zu haben. Beide Geschädigte mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden, wo sie sich derzeit noch in ärztlicher Behandlung befinden. Im Ergebnis der bisherigen Ermittlungen und des sich daraus ergebenden mutmaßlichen Tathergangs hat der Beschuldigte zur Überzeugung des Gerichts den möglichen Tod der beiden Männer bei der Schussabgabe billigend in Kauf genommen. In Anbetracht der Schwere des Tatvorwurfs und der im Falle einer Verurteilung zu erwartenden hohen Freiheitsstrafe hat der Ermittlungsrichter den Haftgrund der Fluchtgefahr als gegeben angesehen. Zudem war nach Auffassung des Gerichts der Vollzug des Haftbefehls unter Berücksichtigung von zwei weiteren wegen des Tatvorwurfs der gefährlichen Körperverletzung bei Gericht anhängigen Anklagen gegen den Beschuldigten - auch wegen Wiederholungsgefahr anzuordnen.

Quelle: Staatsanwaltschaft Leipzig - PM vom 26.06.2013 von 11.07.2013
http://www.justiz.sachsen.de/stal/ Externer Link
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