Handels- und Gesellschaftsrecht / Steuerrecht /
Artikelnummer: 13072111
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STEUERBERATER HAFTET FÜR ERKLÄRUNG ZUR ÜBERSCHULDUNG
Erklärt der vertraglich lediglich mit der Erstellung der Steuerbilanz betraute Steuerberater, dass eine insolvenzrechtliche Überschuldung nicht vorliege, haftet er der Gesellschaft wegen der Folgen der dadurch bedingten verspäteten Insolvenzantragstellung. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Die Richter führen in ihrer Entscheidung weiter aus: Der durch eine verspätete Insolvenzantragstellung verursachte Schaden der Gesellschaft bemesse sich nach der Differenz zwischen ihrer Vermögenslage im Zeitpunkt rechtzeitiger Antragstellung im Vergleich zu ihrer Vermögenslage im Zeitpunkt des tatsächlich gestellten Antrags. Wird der Insolvenzantrag einer GmbH infolge einer fehlerhaften Abschlussprüfung verspätet gestellt, treffe die Gesellschaft mit Rücksicht auf ihre Selbstprüfungspflicht in der Regel ein Mitverschulden an dem dadurch bedingten Insolvenzverschleppungsschaden.

Quelle: Bundesgerichtshof von 06.06.2013
http://www.bundesgerichtshof.de/ Externer Link
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