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Artikelnummer: 13052607
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VISA LENKT IM STREIT UM KREDITKARTENGEBÜHREN EIN
Nach Mastercard will auch der Kreditkartenanbieter Visa Europe den Kartellstreit mit der EU-Wettbewerbsaufsicht durch eine Gebührensenkung beilegen.
Visa hat zugesagt, die Abwicklungsgebühren, die beim grenzüberschreitenden und teilweise auch inländischen Einsatz von Verbraucherkreditkarten anfallen, bei 0,3 Prozent des Transaktionsvolumens zu deckeln. Dies entspricht einer Gebührensenkung um 40 bis 60 Prozent. Die multilateralen Interbankenentgelte fließen bei Zahlungen zwischen den Banken der Einzelhändler, die Kartenzahlungen annehmen, und den kartenausgebenden Instituten. Die noch vor wenigen Jahren bei Mastercard und Visa üblichen Entgelte von 0,7 bis 1,2 Prozent verstießen nach Ansicht der Kommission gegen EU-Wettbewerbsrecht, weil sie den Einzelhandel mit Kosten belasten, ohne Verbrauchern Vorteile zu bieten. Visa-Konkurrent Mastercard kaufte sich 2009 von einer drohenden Kartellstrafe frei, indem das Unternehmen die Gebühren für Kreditkarten auf 0,3 Prozent und für sein Debitkartenverfahren Maestro auf 0,2 Prozent begrenzte. Visa akzeptierte für Debitkarten schon 2010 den gleichen Satz wie Mastercard, gab bei den Kreditkartengebühren aber erst jetzt nach. Etwa 41 Prozent der in Europa ausgegebenen Kredit- und Debitkarten kommen von Visa.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland - PM vom 14.05.2013 von 14.05.2013
http://ec.europa.eu/deutschland/ Externer Link
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